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Thailand

Erschoepft aber gluecklich kamen wir auf Koh Chang an und genossen zum ersten Mal die von uns so geliebte thailaendische Kueche. Wir beschlossen, uns etwas zu goennen und buchten im Internet vier Naechte in einem fuer thailaendische Verhaeltnisse eher teuren Resort an einer einsamen Bucht. Weil uns der Taxifahrer ca. 2 Kilometer zu frueh aussteigen lassen hat, kamen wir nach einem Fussmarsch voellig verschwitzt beim besagtem Resort an. Dort hiess es dann, dass ihnen bei unserer Buchung ein Fehler unterlaufen sei und wir unser Zimmer erst am naechsten Tag beziehen koennten. Nach diesem Fussmarsch waren wir natuerlich ein wenig genervt und haben heftig reklamiert, was dann auch Fruechte trug: Nach einer zur Haelfte selbst bezahlten Nacht in einem anderen Hotel erhielten wir fuer 4 Naechte eine Deluxe Suite Villa direkt am Meer mit eigenem Strandabschnitt. Diese Villa kostet normalerweise dreimal so viel wie wir bezahlt hatten. Waehrend vier Tagen faulenzten wir was das Zeug haelt und liessen so richtig die Seele baumeln. Wir wurden von den anderen Resortgaeste wohl als reiche Schnoesel abgestempelt, denn wer kann sich in diesem Alter schon so eine Suite leisten...

 

Total erholt gings dann auf die Faehre und anschliessend mit einem Minibus nach Bangkok, der verrueckten Hauptstadt Thailands. Die Erholung war jedoch schnell wieder verflogen, als unser Minibus-Fahrer mit 160 Sachen ueber die alten Strassen flitzte und im 60er Bereich gerade mal auf 120 abbremste. In Bangkok waren wir zum ersten Mal unserer Reise an einem Ort, welchen wir bereits waehrend frueheren Reisen besucht hatten. Unsere Ortskenntnisse konnten wir sogleich anwenden, denn wir hatten nach all den Monaten des Nichtstuns einen Job als Reisefuehrer angenommen. Nun, in den Genuss unserer Stadtrundgaenge kamen nicht etwa japanischen Touristen, sondern Claudia`s Schwester Sandra, welche fuer einen internationalen Medizinstudentenkongress aus der Schweiz angereist war. Wir konnten fuenf schoene Tage mit ihr verbringen und Stefan traeumt heute noch von den mitgebrachten Ziegerkrapfen. Zudem schlugen wir bei einem Schneider zu und liessen uns einen Anzug, Hemden und ein Kleid masschneidern.