Unsere letzte Destination vor Hong Kong und somit vor unserer Heimkehr waren die Philippinen. Ohne Visum darf man auf dem Inselstaat nur drei Wochen bleiben. Deshalb haben wir aus den insgesamt ueber 7000 Inseln drei ausgesucht und beschlossen, dass wir je eine Woche auf jeder Insel verbringen wuerden. Bei der Auswahl dieser drei Inseln war das wichtigste Kriterium ganz klar das Tauchen. Zum Abschluss unserer Reise wollten wir noch einmal in die Schoenheit der Unterwasserwelt eintauchen. So buchten wir bereits von Vietnam aus drei Tauchresorts, welche nicht allzu weit auseinander lagen und super Tauchplaetze versprachen.
Der Trip von Ho Chi Minh City (Vietnam) via Manila und Cebu auf die Insel Leyte dauerte dann ganze 20 Stunden. Am Abend kamen wir todmuede in der Sogod Bay an, erhielten aber die freudige Nachricht, dass sich immer noch Walhaie in der Bucht befinden und am naechsten Tag Schnorcheln mit den groessten Fischen dieses Planeten auf dem Programm stand. Dieser Ausflug wurde eines der Highlights unserer Reise. Wir sind mit nicht weniger als sechs verschiedenen Walhaien geschwommen, wobei der Groesste stolze acht Meter lang war. Weil diese Riesen relativ langsam schwimmen, konnten wir diese, ausgeruestet mit Flossen, Taucherbrillen und Schnorchel, jeweils ca. 5-10 Minuten begleiten. Claudia hatte beim groessten Kerl den rechtzeitigen Sprung vom Boot ins Wasser verpasst. So ueberholte das Boot den Walhai und Claudia sprang vor dem Tier ins Wasser. Als der Walhai dann mit offenem Maul auf Claudia zuschwamm, wurde ihr schon ein wenig mulmig, obwohl sie weiss, dass Menschen nicht auf deren Speiseplan stehen. Nach diesem Auftakt nach Mass standen fuer die restlichen Tage jeweils zwei Tauchgaenge auf dem Programm. Weil die Region noch nicht vom Massentourismus erschlossen ist und einige Tauchplaetze geschuetzt sind, war jeder Tauchgang ein Highlight. Unvergessen bleibt die Riesenschildkroete, welche wir rund 20 Minuten beobachten konnten.
Unsere zweites Tauchresort befand sich auf der kleinen Insel Cabilao. Obwohl diese Insel nur ca. 400 Kilometer von Leyte entfernt liegt, waren wir rund 12 Stunden unterwegs. Dass die Faehre ganze drei Stunden Verspaetung hatte und wir die Schwimmwesten anziehen mussten (?!), schien die Einheimischen nicht zu beunruhigen und liegt wohl an der Tagesordnung. In Cabilao angekommen, waren wir vom Resort sehr beeindruckt. Einrichtungen wie ein Billiardtisch, Swimming Pool, unzaehlige Haengematten und sogar ein italienischer Pizzaofen versuessten unseren Aufenthalt. Zudem konnten wir ein tolles Baumhaus unser Zuhause nennen. Auch das Tauchen hatte es hier in sich, denn wir sahen viele Sachen im Makro-Bereich (sehr kleine Sachen), welche fuer uns neu waren. Unsere Favoriten waren die unzaehligen Meeresschnecken, welche in unterschiedlichsten Farben und Groessen die Korallen rauf- und runterschleichen. Am zweitletzten Abend lernten wir dann ein Schweizer Paar kennen, die lustigerweise auch Claudia und Stefan heissen. Fuer einmal war es unmoeglich, die Namen zu vergessen...
Unsere letzte Destination war die Insel Malapascua, ganz im Norden der grossen Insel Cebu. Wiederum benoetigten wir neun Stunden, um mit Boot und Bus dorthin zu gelangen. Als wir jedoch auf der Insel ankamen, fanden wir uns im Paradies wieder: Solch einen schoenen Strand mit schneeweissem Sand und tuerkisblauem Wasser hatten wir zueltzt in der Suedsee (Samoa, Tonga) gesehen. Wir waren uebergluecklich, die letzten Tage unserer Reise auf dieser Trauminsel verbringen zu duerfen. Bekannt ist die Insel bei Tauchern vor allem aufgrund der Fuchshaie (Tresher Sharks), welche in der Naehe der Insel ihre Kreise ziehen. Um diese Haien mit der riesigen Schwanzflosse zu beobachten, muss man zwischen 5 und 6 Uhr morgens tauchen gehen. Natuerlich haben wir dies gleich dreimal gemacht. Nachdem wir in der Morgendaemmerung rund 20 Minuten aufs offene Meer herausgefahren sind, tauchten wir jeweils auf rund 25 Meter Tiefe ab und knieten uns auf die versunkene Insel, um auf die Haie zu warten. Zweimal bekamen wir dann tatsaechlich einen Fuchshai zu Gesicht. Aufgrund der schlechten Sicht konnten wir leider keine brauchbaren Fotos schiessen. Damit ihr euch vorstellen koennt, wie so ein Fuchshai aussieht, haben wir ein externes Foto in die Galerie gestellt. Unser absolut bester Tauchgang dieser Reise erlebten wir dann am 26. April, also an Stefan`s Geburtstag. Bewaffnet mit einer Taschenlampe ging`s zunaechst durch einen dunklen Tunnel, in welchem einige Krebse zu finden waren. Wir staunten nicht schlecht, als an dessen Ausgang mehrere Haie (White tip sharks) ihre Kreise zogen, sodass wir vorerst den Tunnel nicht verlassen konnten. Als die Haie dann gegangen waren, konnten auch wir weitertauchen. Insgesamt sahen wir bei diesem Tauchgang nicht weniger als 12 Haie!
Nach einer Woche im Paradies hiess es dann Abschied nehmen, denn nach den schoensten acht Monaten unseres Lebens stand die Heimkehr vor der Tuer. Nachdem wir vier Tage in Hong Kong mit Sightseeing und Shopping verbracht haben, fliegen wir heute Abend via London zurueck in die Schweiz.
Wir hoffen, euch haben unsere Berichte und Fotos gefallen und sagen Danke fuer die vielen Eintraege im Gaestebuch und die Nachrichten, wir haben uns immer sehr gefreut!
Bis bald! J