Newsletter

Trage dich in den Newsletter ein - Dann erhälst du jeweils eine kurze Nachricht, wenn wir neue Bilder oder Berichte hochgeladen haben

Info: Der Newsletter kann jederzeit abbestellt werden.

Laos

Nach einem angenehmen Reisetag erreichten wir am spaeten Abend Vientiane, die Hauptstadt Laos. Als wir die Grenze von Thailand zu Laos ueber die Bruecke der Freundschaft ueberquerten, waren wir sehr ueberrascht, dass auf der laotischen Seite uns niemand ein Taxi, Tuk Tuk oder Hotelzimmer andrehen wollte. Wir wurden, ganz unueblich fuer Asien, in Ruhe gelassen und konnten uns voellig entspannt eine Unterkunft aussuchen. Am naechsten Tag merkten wir, dass dieses Verhalten fuer Laos typisch ist. Die Leute sind enorm relaxt, freundlich und hilfsbereit, aber keineswegs aufdringlich. In Vientiane besorgten wir uns das noetige Visa fuer Vietnam und besuchten eine schoene Tempelanlage mit einer goldenen Stupa, welche das Nationalsymbol Laos darstellt und auf jeder Banknote abgebildet ist.

 

Am naechsten Tag stand die Busfahrt nach Vang Vieng auf dem Programm. Busfahren im bergigen Norden Laos ist ein besonderes Erlebnis, denn fuer die 160 Kilometer benoetigte der alte Bus stolze fuenf Stunden. Vang Vieng ist fuer die schoenen Karstberge und die grossen Kalkstein-Hoehlen bekannt. Der Hauptgrund, weshalb viele junge Reisende diesen Ort aufsuchen ist jedoch das Tubing, dazu jedoch spaeter. Wir buchten eine Trekking-Tour, welche uns durch schoene Landschaften und Hoehlen fuehrte. Eine Hoehle konnte gar nur mit einem aufgeblasenen Lastwagenschlauch sowie einer Stirnlampe auf dem Wasserweg begangen werden. Zum Abschluss dieses Trips stand das Tubing auf dem Programm. Hierbei nimmt man sich den oben beschriebenen Lastwagenschlauch und laesst sich auf dem Fluss langsam treiben. Soweit nichts Aussergewoehnliches. Wir hoerten zuvor, dass es entlang des Flusses zudem einige Bars zum Einkehren gaebe. Was wir dann sahen, haetten wir nie und nimmer erwartet: Dutzende von Bars reihten sich aneinander und ein Flussabschnitt von ca. einem Kilometer war eine einzige grosse Party. Der Alkohol (vor allem bei den Englaendern) floss im Stroemen und die Leute katapultierten sich via Rutschbahn-Schanze oder einem Tarzan-Seil ins Wasser. Zudem gab es Schlamm-Volleyball oder -Seilziehen und viele andere verrueckten Dinger. So erstaunte es nicht, dass eine zuvor sehr ruhige und schuechterne Norwegerin unserer Trekking-Gruppe ploetzlich die Lauteste war und sich erst wieder beruhigte, als sie bei der Heimfahrt im Tuk Tuk den Strassenrand markierte..Der serioese Stefan (alkoholfreier Monat) war zudem wohl der einzige Tuber, welcher am Abend nuechtern nach Vang Vieng zurueckkehrte.

 

Weiter gings mit dem Bus nach Luang Prabang, einer ehemaligen Koenigsstadt. Fuer die 230 Kilometer benoetigte der Bus ganze 8 Stunden und wir waren sehr froh, uns gegen einen Minibus entschieden zu haben. Denn diese rasten wie wild durch die kurvenreichen Strassen und so mancher musste sich dabei uebergeben. In Luang Prabang fuehlten wir uns von der ersten Minute an sehr wohl und bald gaben wir der Stadt das Praedikat als schoenste Stadt in ganz Asien. Die Lage am Mekong-Fluss, die vielen schoenen franzoesischen Kolonialhaeuser, etliche Tempelanlagen und unzaehlige gemuetliche Restaurants, Cafes und Bistros sowie die freundlichen Menschen sagten uns sehr zu. Deshalb beschlossen wir, gleich 6 Tage hier zu bleiben. In dieser Zeit besuchten wir den ehemaligen Koenigspalast und die vielen Tempel, den wunderschoenen Night-Market und unternahmen eine gefuehrte Trekking-Tour. Ein Guide fuehrte uns zunaechst zu einem landestypischen Dorf, wo wir der Schule einen Besuch abstatteten. Claudia machte mit der laotischen Sprache und deren Schriftzeichen Bekanntschaft und wollte gleich das Alphabet lernen, sie kam jedoch nicht ueber das Wort "Huhn" hinaus. Weiter gings zu abgelegenen Bergdoerfern, deren Einwohner auf sehr einfache Art und Weise und fern ab der Zivilsation ihr Leben bestreiten. Dieser Tag war fuer uns sehr eindruecklich. Leider hatte dieser Ausflug auch eine Schattenseite, denn das von der Trekking-Firma mitgebrachte Essen (u.a. gekochte laotische Pflanzen) war nicht in Ordnung, sodass Claudia mit einer Lebensmittelvergiftung am naechsten Abend ins Spital musste. Hier sahen wir dann auch das haessliche Gesicht von Luang Prabang, denn die hygienischen Bedingungen in diesem Spital waren erschreckend schlecht. Gluecklicherweise konnten wir nach 2 Litern intravenoeser Fluessigkeitszufuhr um 3 Uhr morgens das Spital wieder verlassen. Am naechsten Tag konnten wir dann gluecklicherweise den Flug von Luang Prabang nach Hanoi ohne Pampers antreten.

 

Keine Sorgen, uns geht es inzwischen wieder einiges besser und wir koennen die sommerlichen Temperaturen im wunderschoenen Vietnam geniessen. To be continued...